So habe ich eine Flughafen gern – Berlinfahrt der BBI Delegation zum Tempelhof und BER


Eine Delegation der Mahnwache des BBI war Ende August in Berlin. Wir haben das Tempelhofer Feld und den neuen Flughafen BER besucht und waren zu Gast beim Verein Demokratische Initiative 100% Tempelhofer Feld e.V.
Das Tempelhofer Feld ist ein 340 ha freies großes Gelände. Bisher war es der Flughafen Berlin-Tempelhof, jetzt ist es ein Volkspark. „Gestern“ noch sind die Flieger über die Start- und Landebahnen gerollt, heute sind wir darauf entlang gelaufen und haben das Grün, das sich vorsichtig in den Asphalt frisst, mit Freude gesehen. Wir haben uns mit Energie aufgeladen, nur beim Laufen über die Asphaltpisten, beim Anschauen der Drachenflieger, der Inline-Skater, den Radfahrern, dem Urban-Gardening-Projekt, der Fahrradwerkstatt, dem Biergarten und einem Schulprojekt.
Das riesige von den Nazis erbaute Terminal, das völlig leer steht, begrenzt nach einer Seite das Feld zur Stadt.
Wir haben nach einer 5 km-langen Führung über das „Tempelhofer Feld“ die Erkenntnis mitgebracht: Nichts bleibt, wie es ist! Was heute noch ein Flughafen ist, kann morgen oder in 10 Jahren etwas ganz anderes sein.
Anschließend haben wir eine symbolische Mahnwache auf dem Tempelhofer Feld abgehalten.
Eine weitere Station des Berlinbesuchs war der neue Flughafen BER . Ein riesiges, locker bebautes Feld. Alles Leerstand, kein Mensch, kein Auto, nichts — Stillstand!
Der Besucherturm (ca. 35 m hoch) hat uns die ganze Fehlplanung von Außen offenbart. 3 kleine Flieger rollen in ca. 1 Stunde auf den Bahnen herum. Offensichtlich ist das Motto: Wir spielen Flughafen.
Besonders beeindruckt haben uns die 10.000 kostenlosen Parkplätze. Weit und breit keine Autos, nur Gras, das durch die Ritzen der Verbundsteine wächst. Eindrucksvoll auch die leer stehenden Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und Souvenirläden der Airport-City Berlin, die rund um den Willy-Brandt-Platz vor der zentralen Eingangshalle, erbaut wurden. Da kann man nur hoffen, dass nichts bleibt, wie es ist.

Vorläufiges Fazit: Der Besuch in Berlin hat uns gezeigt, es gibt für uns in Frankfurt keinen Grund, die Hoffnung auf Veränderung aufzugeben. Nur wenn wir uns engagieren, bestimmen wir mit, in welche Richtung die Veränderungen gehen werden. Die Landebahn kommt weg und die Renaturierung des Frankfurter Flughafens fängt dort an.





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