Frieden muss eingeübt werden


Das Engagement des ehemaligen Bischofs Taban Paride aus Torit/Südsudan für ein friedliches Miteinander prägt sein ganzes Leben. 2005 bat er um Entpflichtung von seinem Bischofsamt und gründete das Friedensdorf »Holy Trinity Peace Village« in Kuron im Südosten des Landes. Das Friedensdorf versteht sich als Keimzelle für den Friedensprozess im Südsudan.

Bischof Taban erzählt in der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Mainz, wie er Menschen aus verschiedenen Stämmen und Religionsgemeinschaften dazu bringen konnte, in dem Dorf ein friedliches Miteinander vorzuleben. Die Arbeit von FriedensarbeiterInnen im Bereich von Mediation und Friedensbildung dort hat viele NachahmerInnen im Land gefunden.

Seit Beginn eines erneuten Bürgerkrieges in Folge eines Machtkampfes zwischen dem südsudanesischen Präsidenten und seinem früheren Stellvertreter im Jahr 2013 ist Bischof Taban stellvertretender Leiter einer Wahrheits- und Versöhnungskomission, die ein Ende des brutalen Machtkampfes erreichen will.

Für seinen beispielhaften Einsatz für Versöhnung im Sudan wurde Bischof Taban 2013 in Genf der UN-Friedenspreis verliehen. Das »Kuron Friedensdorf« ist eine Mitgliedsorganisation von Pax Christi International (PCI), und Bischof Taban selbst ist Mitglied des Beraterkomitees von PCI.

Nach einem langen Bürgerkrieg, entschieden sich 2011 in einem Referendum fast alle SüdsudanesInnen für die Unabhängigkeit.

Veranstalter war die Projektgruppe Zivile Konfliktbearbeitung Rhein-Main





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